TYPE=VIDEO FORMAT=TIME 8 6 Das Sonnensystem 2003 1 6 Sonnensystem - ein kleiner Teil vom Weltall, weiter, nahezu leerer Raum. 0 6 Eine für den Menschen feindliche Umgebung - fast ohne Umluft, ohne festen Boden unter den Füssen. 1 6 Die Sonne, Planeten und ihre Monde, Asteroiden und Kometen sind gewisse Insel, 1 6 in welche die Masse konzentriert ist. 0 6 Zum Sonnensystem rechnen wir jedoch auch kleinere Körper - die Meteoriden, 1 6 den zwischenplanetaren Staub und Gas, oder Strahlkörper - die Photonen. 1 6 Unter allen wirkt gegenseitige Anziehungskraft, Gravitationskraft, welche ihre Bewegungen bestimmt. 0 6 Weitaus am schwierigsten ist die Sonne, und deshalb laufen alle anderen um sie. 1 6 Je näher zur Sonne, mit desto größerer Umlaufgeschwindigkeit bewegt sich de Körper. 11 6 Der äußerste Planet ist Neptun, gefolgt mit Uran, Saturn, Jupiter, Mars, Erde, Venus und Merkur. 0 6 Die Mittelentfernung zwischen der Sonne und Erde, die man astronomische Einheit nennt, 1 6 beträgt 150 Mio. Kilometer; das Licht legt diese Strecke in 8 Minuten und 20 Sekunden zurück. 0 6 Der Erdedurchmesser beträgt nur 13 000 km. 4 5 Die Planeten und Monde leuchten mit keinem eigenen sichtbaren Licht, 0 5 sie widerspiegeln nur eien Teil der Sonnenlicht. 0 4 Dagegen ist die Sonne ein Stern und strahlt als solcher mit ihrer ganzen Oberfläche 0 5 in ale Richtungen. 0 5 Manchmal können wir am dunklen Nachtshimmel eine von den kleinsten Partikeln 0 5 des zwischenplanetarischen Staubs abgestrahlte Strahlung beobachten 0 5 - Diese Erscheinung nennen wir Sodiakales Licht. 0 6 Die Meteoroiden, also steinerne Bruchstücke mir einer Größe von einem Milimeter bis zu Einige Meter, 0 6 kann man in dem Augenblick gut beobachten, wenn sie in die Umluft unseres Planeten fliegen. 0 6 Bei einer gegenseitigen Geschwindigkeit um 50 km/s beginnen sie sich durch reibung mit der Luft 0 6 in Höhen von 150 km über der Erde zu erwärmen. 0 5 Wir sehen dann am Himmel eine erwärmte, leuchtende Spalte von ionisierter Luft, 0 6 die man umgangsprachlich Meteor nennt (wir sagen, dass die "Sterne fallen"). 0 5 Mehrmals am Jahr, zum Beispiel um den 12. August, 0 5 oder 18. November geht de Erde durch Ströme von kometaren Meteorsteinen, 0 5 was wir am Himmel als Meteorenschwarm betrachten. 0 5 Die größeren und festeren Meteoriten können den Durchflug durch die Atmosphäre "überleben" 0 5 und als Meteoriten auf die Erde fallen. 0 5 Die größeren Körper sind Asteroiden. 0 5 Typisch haben sie eine unregelmäßige Form, und sie bestehen aus Steinmaterial. 0 5 Im Hauptstreifen zwischen dem Mars und Jupiter umläuft zirka eine Million von Asteroiden, 1 5 welche größer als 1 km sind. 0 5 Die kleinen Monde von Planeten, zum Beispiel Fobos oder Amalthea, ähneln den Asteroiden sehr. 1 5 Die großen Monde kann man mit Planetoiden vergleichen: Ganymedes, der Mond von Jupiter, 0 5 ist sogar größer als Merkur. 1 5 Körper mit einem Durchmesser über 1 000 km haben meistens eine regelmäßigere, Kugel-, 0 5 oder Ellipsenform. 1 5 Die vier sonnennächsten Planeten - Merkur, Venus, 0 5 Erde und Mars - nennt man die erdähnlichen Planeten. 1 5 Sie sind sich relativ ähnlich: größtenteils bestehen sie aus Steinmaterial mit fester Oberfläche 0 5 und mit Ausnahme von Merkur sind sie mit einer dünnen Gasschicht bedeckt- man nenn diese Schicht 1 5 Atmosphäre. Die üblichsten chemischen Elemente im Erdkörper sind Eisen, Sauerstoff, 0 5 Silicium und Magnesium. 1 5 Die weiteren Planeten, Uran und Neptun, gehören zu einer anderen Gruppe, wo die Eis(en) von Wasser, 0 5 Methan und Ammoniak, oder Mischung aus Wasserstoff, 1 5 Helium und Stein den wesentlichsten Bestandteil bilden.. 0 5 Diese Planeten nennen wir Außenplaneten, oder Eisriesen. Jupiter und Saturn sind die Gasriesen. 1 5 Wie nennen sie Planeten des Jupiter- Types. 0 5 Ihr relativ kleiner Kern besteht wahrscheinlich aus Stein und Eis, 1 5 die umfangreiche Hülle besteht aus dem Eisen- und molekularen Wasserstoff und Helium. 0 5 Alle großen Planeten haben Ringe 1 5 (auch wenn man sie nur beim Saturn mit bloßem Auge betrachten kann) 0 5 und zahlreiche Familien von regelmäßigen und unregelmäßigen Monde. 1 6 Die Sonne. Eine glühende Gaskugel mit einer Oberflächentemperatur von ca. 6 000 gr. C. 0 6 Darin ist ein natürlicher termonuklearer Reaktor, 0 6 in dem die Atomkerne von Wasserstoff und zu Atomkernen von Helium umgewandelt werden, 0 6 wobei Photonen und Neutrinos freigesetzt werden. 0 6 Diese Energiequelle funktioniert bereits 4,5 Milliarden Jahren. 0 5 Eine wesentliche Erscheinung von Änderungen auf der Sonne sind die Sonennflecken und Eruptionen. 0 6 Beide davon werden durch starkes Magnetfeld der Sonne verursacht, 0 6 das die Bewegung der Sonnenmasse beeinflusst - d.h. 0 6 elektrisch leitenden ionisierten Gasen, oder Plasma. 0 5 Die umfangreichsten Objekte des Sonnensystems können die Kometen sein. 0 5 Ihr Kern aus Eis und Steinen ist zwar winzig, 0 4 (meistens mit einem Durchmesser von einigen Kilometern), doch wenn sie sich der Sonne nähern, 0 5 beginnt das Eis zu sublimieren und die entweichenden Gase bilden zusammen mit dem mitgerissenen 0 4 Staub Koma und Schwanz. 0 5 Ihre dünnflüssige Wasserstoffhülle kann bis zu 100 Mio. Kilometer groß werden. 0 4 Die Kometenschwänze richten sich immer ungefähr sonnenauswärts. 0 5 Die Gasmolekülen und Staubkörner interagieren nämlich mit der Strahlung und dem Sonnenwind, 0 4 einem Strom von geladenen Partikeln, 0 5 welche sich aus der Sonne in den zwischenplanetaren Raum mit einer Geschwindigkeit von bis 500 km/s 0 4 ausbreiten. 0 5 Merkur, der erste Planet, bekommt von der Sonne die meiste strahlende Energie. 0 5 Auf der beleuchteten Halbkugel erreicht die Temperatur über 300 gr. C, 0 5 doch die abgewandte Halbkugel kühlt sehr schnell auf -200 gr. C ab. 0 5 Die Oberfläche ist mit impakten Kratern bedeckt, 0 5 welche nach Stößen mit Asteroiden oder Kometen entstehen. 0 5 Ein großer Teil der Oberfläche wurde bis heute von keiner kosmischen Sonde beobachtet. 0 4 Die Venus ist immer mit einer dichten Atmosphäre umhüllt 0 4 (der Druck bei der Oberfläche ist 90 Mal höher als auf der Erde). 0 4 Obwohl die Venus zweimal weiter als Merkur um die Sonne läuft und dazu zwei Drittel 0 4 der Sonnenstrahlung widerspiegelt, 0 4 beträgt die Oberflächentemperatur einen unglaublichen Wert von 460 gr. C. 0 4 Die Ursache dafür ist ein starker Glashauseffekt 0 4 - der Kohlendioxid in der Umluft lässt die sichtbare Sonnenstrahlung zu Oberfläche, 0 3 doch absorbiert die aus der Oberfläche ausgestrahlte UV-Strahlung und verhindert dadurch 0 4 die Oberflächenabkühlung. 0 4 Die Radaren haben uns ermöglicht, 0 4 unter die undursichtige Atmosphäre nachzusehen - sie haben eine Oberfläche festgestellt, 0 4 die durch Brüche und Vulkane charakterisiert ist. 0 4 Aus der Anzahl von impakten Krater kann man ableiten, 0 4 dass die vulkanische Tätigkeit die meiste Venus-Oberfläche vor 700-500 Mio. Jahren geändert hat. 0 4 Der dritte Planet von der Sonne ist die Erde. 0 4 Sie hat eine passende Größe und Entfernung von der Sonne, 0 4 damit auf ihrer Oberfläche nicht nur Wasserdampf oder Eis, 0 4 sondern auch Flüssigwasser vorkommen können - eine der Voraussetzungen für Entstehung des Lebens. 1 4 Die urzuständliche Umluft wurde durch Tätigkeiten von lebendigen Organismen völlig verändert 0 4 und enthaltet heutzutage vor allem Stickstoff und Sauerstoff. 0 4 Sie weicht von allen anderen Planeten auch durch ihre Platten-Tektonik 1 4 - die zu einzelnen Platten zerrissenen Erdkruste, welche sich auf der Außenhülle bewegen können. 0 4 Die Ozeanböden entstehen ständig in den Ozeankämmen durch vulkanische Tätigkeit und verschwinden 0 4 durch Schiebungen unter andere Platten. 0 4 Bei Kollisionen der Platten werden neue Streifen- Bergzüge gefaltet. 1 4 Dies kann eine große Bedeutung für das Leben am Festland haben, 0 4 da sonst die Erosion alle Gebirge allmählich verwischen könnte und die Erdoberfläche wäre mit Ozean 0 4 verdeckt. 1 4 Die Erde wird vom Mond begleitet. 0 4 Auch er hat für das Leben auf der Erde eine Bedeutung: 0 4 durch die Gezeiten bewirkt er zusammen mit der Sonne den Wechsel von Ebbe und Flut. 1 4 Langfristig stabilisiert der Mond die Rotationsachse der Erde und verhindert so plötzliche, 0 4 extreme Klimaänderungen. 0 4 Von der Erde aus können wir nur eine Mond-Halbkugel beobachten, 1 4 da der Mond sich um seine Achse mit der gleichen Periode dreht, wie er um die Erde umläuft. 0 4 Diese Erscheinung nennen wir gebundene Rotation. 1 5 Der Mond wurde vor ungefähr 4,45 Milliarden Jahren geformt, 0 5 als mit der Protoerde ein wie Mars größer Körper gestoßen ist. 0 5 Bei der Kollision ist eine riesige Menge an Brüchen entstanden, 0 5 wovon die meisten zurück auf die Erde gefallen sind, doch ein Teil bildete einen Ring um die Erde. 0 5 Dieser Ring hat sich binnen einer sehr kurzen Zeit, vielleicht einigen Wochen, 0 5 zu einem Satellit zusammengeschlossen - nämlich unseren Mond. 5 5 In der Nähe der Erde können auch kleine Körper auftauchen - Asteroiden. 0 5 Im Schnitt kommt es einmal pro 1 000 Jahre zum Zusammenstoß der erde mit einem Asteroiden, 0 5 der größer als 100 Meter ist. 0 5 Einmal in mehrere Zehn Millionen Jahren kann eine Kollision mit einem 10 km-Asteroiden bei großen 0 5 Aussterben von Lebe- und Pflanzenarten mitwirken. 0 5 Das bekannteste Beispiel dafür ist das Aussterben der Dinosaurier vor 65 Mio. Jahren. 0 6 Mars. Ein Planet, das durch seine rote Farbe charakterisiert ist, 3 6 die durch Eisenoxide verursacht wird. 3 6 Die Höhenkarte und Verteilung des Kraters auf der Oberfläche deuten darauf hin, 3 6 dass die ganze nördliche Halbkugel von Mars vor ca. 3. Milliarden Jahren wahrscheinlich mit Ozean 3 6 bedeckt war. 3 6 Erinnerung an die Tätigkeit des flüssigen Wassers sind die Erosionsformen in zahlreichen Tälern. 2 6 Der größte von allen ist Vallis Marineris, 4 000 km lang, 7 km tief. 3 5 Das Tal leitete das Wasser ab aud dem erhöhten Gebiet von Tharsis. 0 5 Tharsis hat einen vulkanischen Ursprung und man findet da die größten Vulkane des Sonnensystems 0 5 - zum Beispiel Olympus Mons mit der Höhe von 27 km und Grundlage mit einem Durchmesser von 600 km. 5 4 Die letzten 2 Milliarden Jahre ist Mars aus der geologischen Sicht ein eher ruhiger Planet. 0 4 Ein schwacher Wind "tändelt" in der dünnen Atmosphäre mit kleinen Sandkörnchen, 0 4 Saisonänderungen führen zur regelmäßigen Vergrößerung von Polarspitzen im Winter und zu ihrer 0 3 Verkleinerung im Sommer. 3 6 Auf der Bahn zwischen Mars und Jupiter können wir zum Beispiel einen Asteroiden Nummer 0 6 (243) Ida finden. 0 5 Dieser 50km Asteroid gehört in die Familie Koronis, 0 6 was man nach den ähnlichen Bahnen und ähnlichen Farben der Mitglieder erkennen kann. 0 6 Einst bildeten diese Asteroiden einen einzigen Körper, 0 6 der jedoch bei irgendeinem großen Impakt zersplittert hat. 0 5 Dabei entstand wahrscheinlich auch der gegenwärtige Mond von Ida - der ein Kilometer große Dactyl. 0 4 Jupiter; er hat ein größeres Gewicht als ale anderen Planeten sowie kleinere Körper im Sonnensystem 0 4 zusammen. Er strahlt doppelt so viel Energie aus, als er von der Sonne empfängt. 0 4 Die Quelle dafür ist wahrscheinlich die winzige Planeverkleinerung und Umwandlung 0 4 der Rotationsenergie in Wärme. 0 4 In der Atmosphäre von Jupiter beobachten wir seit mehreren Jahrhunderten einen großen Sturm, 0 4 genannt großer roter Fleck. 6 5 Aus Zehn Monden von Jupiter sind wahrscheinlich Io und Europa die beachtungswerten. 0 5 Die Gzeiten von Jupiter sind auf dem Io dermaßen stark, 0 5 dass sie den ganzen Mond deformieren und seinen Kern zu mehreren Tausend Grad Celsius erwärmen. 0 5 Auf der Oberfläche erscheint dies als eine ununterbrochene vulkanische Tätigkeit. 0 5 Die Vulkane werfen den Schwefelstoff mehrere Hundert Kilometer hoch aus und ändern so unheimlich 0 5 schnell die Oberfläche. 5 5 Europa ist umgekehrt ein sehr glatter Mond, bedeckt mit Wasser-Eis. 0 5 Die Rissstruktur und die magnetometrischen Messungen weisen jedoch auf Existenz eines unterirdischen 0 5 flüssigen Ozeans hin. 7 5 Saturn. Wurde berühmt durch die Schönheit seiner Ringe. 0 5 Obwohl sie einen Halbmesser über 100 000 km haben, sind sie höchstens einige Hunderte Meter stark. 0 5 Vom weiten aus sehen sie als eine Reihe von Tausenden klaren und verschieden durchsichtigen Ringen 1 5 aus, doch in der Wirklichkeit setzen sie sich zusammen aus einzelnen Eis-Stein-Bruchstücken 0 5 mit einem typischen Durchmesser von 10 cm. 0 5 "Die Lücken" und andere Strukturen in den Ringen werden durch Gravitationsstörungen der kleinen 1 5 Monde verursacht, welche direkt in den Ringen oder außerhalb von ihnen umlaufen. 0 5 Für die auffälligste Teilung von Cassini kann der Mond Mimas. 6 5 Uran; man kann ihn mit bloßem Auge auf dem Himmel kaum mehr sehen. 0 5 Er wurde 1781 von William Herschel zufällig mit einem Fernglas entdeckt. 0 5 Interessant ist seine Rotationsachse, 0 5 welche fast in der Ebene seiner Umlaufbahn liegt uns Uran dreht so zur Sonne abwechselnd seinen 0 5 Nord- und Südpol. 0 5 Die Entdeckung von Neptun war einer der größten Triumphe der Himmelmechanik im 19. Jh.: 0 5 aus den beobachteten Umlaufbahnstörungen von Uran gelang es den Herren Adams und Le Verrier, 0 5 die Lage eines unbekannten Planeten zu berechnen, 0 5 welche nachfolgend Galle tatsächlich auf dem Himmel gefunden hat. 0 5 Genauso wie bei anderen großen Planeten beobachten wir in den oberen Atmosphäreschichten einen Wind 0 5 mit Geschwindigkeit von mehreren Hundert Metern pro Sekunde. 0 5 Ähnlich wie bei Jupiter und Saturn Jupiteru (nicht Uran) kommen auf Neptun Flecken und Stürme vor, 0 5 welche wahrscheinlich über eine interne Wärmequelle zeugen. 0 6 Pluto und Charon wurden bisher von keiner Sonde besucht. 1 6 Auch die besten irdischen Ferngläser unterscheiden auf ihnen nur einige hellen und dunklen Gebiete. 2 6 Es ist jedoch gelungen, hinter Neptun Hunderte von anderen Körpern zu entdecken, 0 6 die eine ähnliche Bahn wie Pluto oder noch weiter haben. 0 6 Die ganze Population nennen wir Kuipergürtel. 0 6 Es handelt sich um Eiskörper, oft sehr dunkel, die um 4 % der Sonnenstrahlung widerspiegeln. 0 5 Die standssichere Temperatur auf ihren Oberflächen beträgt mehrere Zehn Grade über der absoluten 0 6 Null (d.h. -273 gr. C). 5 6 Um das Sonnensystem befindet sich noch die sphärische Oortsche Wolke. 0 6 Man kann sie nicht direkt beobachten, doch wir schließen auf sie aus neuen langperiodischen Kometen, 1 6 welche in das Systeminnere gleichmäßig aus allen Richtungen anfliegen. 1 5 Weiter ist schon ein Gebiet, wo langsam die Anziehungskraft fremder Sterne überwiegt... 5 4 Außer acht Planeten im Sonnensystem kennen wir noch einige Hunderte extrasolare Planeten, 0 4 welche um die fremdem Sterne laufen. 0 4 Die gegenwärtigen astronomischen Geräte ermöglichen uns nicht, 1 4 diese entfernten Planeten direkt zu beobachten, 0 4 aber ihre Eigenschaften werden aus den fotometrischen, 0 4 oder astrometrischen Messungen der Muttersterne berechnet. 1 4 Die meisten bisher entdeckten extrasolaren Planeten sind größer als Jupiter und laufen gleichzeitig 0 4 in einer kleineren Entfernung um als die Erde um Sonne. 11 6 Nur in unserer Galaxie gibt es Hunderte von Milliarden Sterne. 9 6 Im ganzen wahrnehmbaren All gibt es mehrere Zehn Billionen von Galaxien. 4 5 Wie ist die Vergangenheit und Zukunft des Sonnensystems? 0 6 Durch Zerfallsanalyse von radioaktiven Elementen in primitivem Meteoriten haben wir erfahren, 0 6 dass diese Meteoriten vor 4,56 Milliarden Jahren erstarrt sind. 0 6 In der selben Zeit ist die Sonne entstanden und das ganze planetarische System hat sich geformt. 0 6 Sterne, eigentlich ganze Sternenkuppel, 0 6 entstehen aus zwischensternartigen Gas-Staub-Wolken 0 6 (mit dem Hauptbestandteil molekulaler Wasserstoff). 0 6 In ihren kältesten Teilen, bei Temperaturen nur einige Grad über der absoluten Null, 0 6 kommt es zum Gravitationskollaps - zu einer starken Verdichtung, 0 6 folgender Druck- und Temperaturerhöhung und Zündung von thermonuklearen Reaktionen. 0 6 Eben dann entsteht ein neuer Stern. Um ihn bildet sich eine flache Scheibe aus dem übrigen Material. 0 6 In der Scheibe kommt es oft zu Zussammenstössen, 1 6 welche zur allmählichen Verbindung von kleinen Körpern in größere führen. 2 6 Zum Schluss bleiben nur einige große Körper, in denen sich der meiste Gewicht konzentriert. 1 6 Diesen Prozess nennen wir Akretion. 2 4 Die Ansätze von Planeten, die Planetesimalen, 0 4 erwärmen sich weiter wegen der Wärme aus dem radioaktiven Abfall der unstabilen Elemente. 0 4 Dazu tragen auch die erwähnten Kollisionen bei. 0 4 Die größeren Körper werden teilweise oder völlig umgeschmolzen, 1 4 wodurch ihre kugelförmige Form entsteht. 0 4 Durch Differenzierung entsteht dann der Kern aus dichteren Gesteinen, 0 4 während im Mantel und in der Kruste die weniger dichteren Gesteine bleiben. 1 6 In größeren Entfernungen von der Sonne können Kerne von großen Planeten entstehen, 0 6 da hier genügend Eisplanetoiden sind, welche nah zur Sonne existieren können. 0 6 Überschreitet das Kerngewicht einen bestimmten kritischen Wert, 0 6 beginnt es sehr schnell das umliegende Gas an sich zu ziehen und das Planetengewicht vergrößert sich 0 6 mehrfach. 0 6 Zum Schluß verursachen die starke UV-Strahlung und der Sternwind, 1 6 dass sich der keimfähige Nebelfleck erwärmt und in den umliegenden Raum "zerblasen wird". 2 6 Das Sonnensystem bekommt damit fast die gegenwärtige Gestaltung. 1 6 Der ganze Prozess dauerte größenmäßig 100 Mio. Jahre. 2 6 Wie wir aus der Beobachtung von anderen Sternen und aus dem Modell der Sternentwicklung wissen, 0 6 wird die Sonne ruhig noch ungefähr Milliarden Jahren scheinen. 0 6 Dann werden die Wasserstoffvorräte im Kern ausgeschöpft und es kommt zum "Umbau" des ganzen 0 6 Sonneninneren und die Sonne wird zum roten Riesen. 1 6 Die innenliegenden Planeten können völlig verschwinden. 0 6 In den weiteren Phasen explodiert der rote Riese als eine Nova, wirft seine Hülle weg, 0 6 die man noch kurz als einen Planetarischen Nebel beobachten kann. 0 6 Nach der Sonne bleibt dann nur der bloße abkühlende Kern übrig - der weiße Zwerg. 1 6 In der Forschung von planetaren Systemen gibt es immer sehr viele offene Fragen. 0 6 Was erwartet uns in den nächsten Jahren? Die Sonde Cassini wird den Saturn und seinen Mondsystem 0 5 detailliert untersuchen, 0 6 die Untersuchung von Mars wird zum Beispiel mit den Sonden Mars Express und Mars Exploration Rover 0 5 fortgesetzt, Merkur werden Sonden Messenger und BepiColombo untersuchen, 0 6 zum Pluto fliegt die Sonde New Horizons. 0 5 Die Sonde Stardust soll auf die Erde zum ersten Mal Stabproben aus dem Kometen Wild 2 bringen, 0 6 Hayabusa soll eine kleine Probe aus dem nahirdischen Asteroiden Itokawa gewinnen, 0 5 die zwischenplanetarische Sonde Dawn wird zum Trabant der Asteroiden Vesta und Ceres. 0 5 Wir werden wahrscheinlich Hunderte von weiteren extrasolaren Planeten entdecken, 0 5 manche nur so klein wie unsere Erde. 0 5 Die künftigen kosmischen Ferngläser ermöglichen es, die Spektren ihrer Atmosphären zu gewinnen. 0 5 Wenn wir in den Spektren die zu Sauerstoff- und Stickstoffmolekülen gehörenden Teile finden werden, 0 5 können wir hoffen, dass auf den entfernten Planeten eine Biosphäre existieren könnte. 0 5 Tausende von weiteren überraschenden Entdeckungen kann man jedoch nicht voraussagen...